Radfahrerverein Isargrün e.V. Wörth a. d. Isar
gegründet 1951

Radtour München – Venedig

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Vom 15. bis 22. September 2017 fuhren 12 Teilnehmer der sportlichen Radfahrergruppe des Radfahrerverein Isargrün in 6 Tagen von Bad Tölz nach Mestre. Unseren Bus zierten Schilder mit der Aufschrift „Bike-Team Isargrün“. Patrick unser Busfahrer brachte 7 Radler nach Bad Tölz, vier fuhren mit der Bahn und einer lies sich mit dem Auto bringen. So starteten wir bei etwas kühlem, aber sonnigem Wetter durch die Auwälder an der Isar entlang bis zum Sylvensteinstausee.  Da es die Tage vorher sehr stark regnete fuhren wir nicht auf den Forststraßen sondern wichen auf die Hauptstraßen aus. Auf einem Parkplatz hatte Patrick eine reichhaltige Brotzeit hergerichtet, mit selbstgemachtem Brot und Wurst, Käse und Obst wo wir uns ausgiebig stärken konnten. Im weiteren Verlauf wurde die Strecke immer hügeliger, am Achensee vorbei bis Maurach, wo wir auf eine kleine Nebenstraße abbogen und ziemlich steil nach Jenbach hinabfuhren, anschließend ging`s wieder recht eben dem  Inntal-Radweg bis Hall in Tirol wo unser erstes Quartier war. In Schwaz legten wir noch einen Einkehrschwung hin. (ca. 90 km)

Am 2. Tag stand das Wipptal, Brenner bis Gossensaß auf dem Programm. Leider regnete es und wie sich später herausstellte sollte es noch schlimmer kommen. Wir legten alle unsere Regenwäsche an und starteten pünktlich Richtung Römerstraße die uns durch das Wipptal führte bis Matrei. Anfangs sehr steil, durch den starken Regen nahmen wir die Steigung gar nicht mehr richtig wahr. Durch eine Reifenpanne an einem Fahrrad legten wir noch eine Zwangspause ein. Um uns etwas aufwärmen zu können, oder nasse Wäsche zu wechseln wartete der Bus an einem kleinen Imbiss auf uns. Man musste schon sehr positiv eingestellt sein um anschließend sich wieder in den Sattel zu begeben. Aber alle Teilnehmer saßen nach der Pause wieder im Sattel und fuhren durch den stärker werdenden Regen die Berge hinauf. Nach Gries am Brenner wurde aus dem Regen langsam Schnee.Da die Finger schon durch und durch nass waren wurde es nun noch eiskalt. Aber nach dem Grenzübergang am Brenner ging es wieder etwas bergab, auf einer ehemaligen Bahntrasse, so wurde es auch wieder etwas wärmer, wenn es auch nicht aufhörte zu Regnen. In der Unterkunft in Gossensaß angekommen freute sich jeder erst einmal auf eine heiße Dusche. Durch das schlechte Wetter konnte man die schöne Landschaft nur erahnen. (ca. 70 km)

Wie sollte es auch anders sein, der 3. Tag begann auch gleich mit Regen als wir in Gossensaß losfuhren. Erst dem Eisacktal, später in östlicher Richtung dem Pustertal folgend. Eine Brotzeit richtete Patrick trotz des schlechten Wetters her. In Bruneck kehrten wir in ein Caffee ein, der Regen hatte aufgehört und Nachmittags schaute auch die Sonne immer mal wieder zwischen den Wolken durch. Bei trockenem Wetter machte es wesentlich mehr Spaß und wir konnten die herrlichen Pustertaler Berge bewundern. So kamen wir trocken am Hotel in Welsberg an. (ca. 81km)

Der 4. Tag erwartete uns mit wechseln wolkigem Himmel, aber trocken und auch gleich wieder mit einer Reifenpanne und einigen anderen technischen Problemen an den Bremsen, die Gunter aber schnell erledigt hatte. Heute stand die Dolomiten Tour an, die landschaftlich die schönste war. Vorbei am Toblachsee durch das Höhlensteintal zum höchsten Punkt der Radtour dem Passo Cima. Leider waren die drei Zinnen durch Wolken teilweise verdeckt aber die Berge hier beeindruckten uns. Patrick hatte wieder eine reichhaltige Brotzeit für uns hergerichtet. Nach der Pause fuhren wir immer bergab Richtung Cotina d`Ampezzo. In San Vito di Cadore kehrten wir noch in ein Caffee ein. Das Hotel in Pieve di Cadore erreichten wir dann trocken, mussten aber vorher noch einen steilen Berg bewältigen, denn die Ortschaft lag einiges höher als der Radweg. (ca. 75 km)

Der 5. Tag wartete wieder einmal mit Regen auf, aber das machte uns mittlerweile nichts mehr aus. Wir starteten die kurvenreiche, direkt am Fels liegende Straße hinab in`s Valle di Cadore, Richtung Longarone. Patrick fand auch bei dieser Etappe einen Platz zur Brotzeit, der sogar überdacht war. In Soverzene am E-Werk. Gut gestärkt fuhren wir Richtung Belluno, am Lago di Santa Croce über Vittorio Veneto nach Conegliano wo unsere Unterkunft war. (ca. 94 km)

Am 6. Tag stand der letzte Abschnitt an. Das Wetter war nun sehr schön und auch wärmer, die Berge waren hinter uns, also kaum Steigungen. Die Tour führte meist über diverse ruhige Nebenstraßen und Dörfer nach Treviso. Bei Nervesa machten wir einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt bei dem wir eine tolle Aussicht genießen konnten auf die hinter uns liegenden Berge und das vor uns liegende flache Land. In Villorba hatte Patrick wieder eine Brotzeit für uns hergerichtet, diesmal ganz angenehm in der Sonne. Nach der Pause fuhren wir nach Treviso, da haben wir uns ein bisschen verfahren, was bei einer solchen Tour schon dazu gehört. Nachdem Treviso hinter uns lag legten wir in Casale sul Sile einen Einkehrschwung hin. Den Endspurt in den Vorort von Mestre „Favaro Veneto“ wo unser Hotel war nahm nun jeder Teilnehmer etwas lockerer. (ca. 95 km)

Am 7. Tag stand natürlich Venedig auf dem Programm, das eigentliche Ziel der Reise. Leider dürfen Radfahrer nicht nach Venedig hinein fahren. Wir fuhren mit der Straßenbahn nach Venedig, ganz ohne Stress. In Venedig angekommen schoben uns die Menschenmassen durch die „schöne“ Lagunenstadt. Das Wetter war übrigens sehr schön.

Am 8. Tag fuhr wieder ein Teil der Gruppe mit dem Bus und ein Teil mit dem Zug zurück.

Die Überquerung der Alpen war wieder ein besonderes Erlebnis. Das Wetter spielte uns schon einen gehörigen Streich, von dem wir uns aber nicht entmutigen ließen. Die Landschaft hatte auch so ihren Reiz, und vielleicht machen wir die Dolomiten nochmal? Auf alle Fälle hatten wir trotz des schlechten Wetter unseren Spaß und Abends im Hotel unsere Gaudi. Das Gruppenfoto entstand am Toblacher See.